9.9.2007 – Logan-Cup Nürburgring

Pole Position und Nabenbruch für Hansa-Team

Am 9. September war unser Team am Nürburgring, wo auf der Müllenbach-Schleife ein Lauf zum Logan-Cup stattfand.

Im Frühjahr hatte das Team an gleicher Stelle mit einer Minute Vorsprung geführt, als der Defektteufel in Form eines defekten Stehbolzens am Hinterrad einen Sieg vereitelte. Ulrike Krafft und Henrik Stoldt hatten sich intensiv mit den Datenaufzeichnungen des Frühjahrsrennens beschäftigt, um eventuelle Fehler zu erkennen und voneinander zu lernen.

Im freien Training fuhr Reservefahrer und Teamchef Reinhard Stoldt zwei Runden und übergab dann das Lenkrad an Ulrike Krafft, für die in der Vorbereitung des Fahrzeugs noch einmal die Sitzposition überarbeitet worden war. Das sollte sich zusammen mit der intensiven theoretischen Vorbereitung auszahlen, denn sie beherrschte bei feuchter Fahrbahn und auch nach erfolgtem Reifenwechsel bei trockener Fahrbahn das Training.

Henrik Stoldt hielt sich in der zweiten Trainingshälfte ebenfalls ganz weit vorne und konnte die Trainingszeit noch leicht verbessern. Letztendlich standen die beiden nach dem freien Training auf Platz 3.

Aufgrund der starken Leistung im freien Training entschied der Teamchef, dass erstmals in der Saison Ulrike das Qualifying fahren solle. Ulrike bedankte sich für das Vertrauen mit einer überzeugenden Leistung und fuhr mit 15 Hundertstel Sekunden Vorsprung auf die Pole Position.

Wie im Team üblich, fuhr sie dann auch den ersten Rennabschnitt. Nach hervorragendem Start konnte sie sich leicht absetzen, ließ dann aber nach ein paar Runden den Trainings-Zweiten, der anfing Druck auszuüben, vorbei und setzte sich taktisch klug direkt dahinter. Im Verlauf des Rennens riss dann der Kontakt zum Führenden etwas ab, weil sich Konditionsschwierigkeiten aufgrund einer gerade überstandenen Krankheit bemerkbar machten. Mit 3 Sekunden Rückstand fuhr sie als zweite durchs Ziel.

Im nächsten Abschnitt startete dann Henrik von Platz 2. In der ersten Runde fiel er durch einen kleinen Schnitzer auf Platz 3 zurück. Das sollte für den weiteren Verlauf egal sein, denn eine Runde später kam er in langsamer Fahrt aus der Ford-Kurve gerollt und blieb genau vor der Leitplankenlücke vor dem Fahrerlager stehen. Radnabe und Antriebswelle auf der linken Seite waren gebrochen. Er hatte mächtiges Glück, dass er auf allen 4 Rädern zurückgekommen war. Das Auto wurde mit Mühen ins Fahrerlager gebracht und hier wurde in gemeinsamer Aktion mit dem Berliner H.A.R.D.-Team und Maik Hertz vom RTH-Team die Reparatur in Angriff genommen. Genau genommen übernahmen die die komplette Reparatur, während Reinhard Stoldt sich darum kümmerte, die benötigten Ersatzteile und Werkzeuge herbeizuschaffen.

Das Kunststück gelang, und Henrik konnte noch eine Runde zur Überprüfung des Fahrzeugzustandes fahren, bevor der Rennabschnitt beendet war.

Die folgenden beiden Rennabschnitte fuhren Henrik und Ulrike jeweils aus der letzten Startposition mit total verstellter Vorderachse in zurückhaltender Weise. Ziel war lediglich genügend Runden zu fahren, damit man noch in die Wertung kam. Das gelang knapp und es wurden noch 17 Meisterschaftspunkte mitgenommen.

Das Team hätte zwar lieber die 50 Punkte für den Sieg erhalten, schaute jedoch schon gleich nach dem Rennen wieder nach vorn und hat sich die 50 Punkte in das Pflichtenheft für das nächste Rennen auf dem Sachsenring geschrieben.

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